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Gewalt gegen sich selbst

Gegen sich selbst gerichtete Gewalt nennt sich autoaggressives Verhalten und tritt häufig in der Pubertät zum ersten Mal auf. Mädchen sind davon deutlich häufiger betroffen als Jungen.

Formen der Autoaggression sind das Zerschneiden der Haut, absichtliches Verbrennen von Körperstellen, Schlagen, das Ausreißen von Haaren oder das Schlucken von ätzenden Substanzen.

Diesem Verhalten liegt keine Todessehnsucht zugrunde. Die Betroffenen wollen ihren emotionalen Druck durch Gewalt an ihrem eigenen Körper loswerden. Dabei steigern sie sich mit der Zeit in immer stärkere Selbstverletzungen hinein.

Auslöser von selbstverletzendem Verhalten sind Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Missbrauch, Liebesentzug oder Vernachlässigung und Drogen- oder Alkoholmissbrauch.
Betroffenen kann mit einer Psychotherapie geholfen werden. Inzwischen gibt es zahlreiche Einrichtungen, die sich auf diese Form der Gewalt spezialisiert haben.